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Was bewirkt ein Kompressionsverband bei venösen Beinleiden?

Ziel jeder Therapie von Venenerkrankungen, insbesondere dann, wenn die tiefen Venen betroffen sind und nicht operiert werden können, ist die akuten Auswirkungen wie Stauungen, Geschwüre usw. zu beseitigen und ein weiteres Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern.

Unerlässlich ist dabei die sachgerechte Kompression des Beines. In der akuten Phase sollten Verbände mit Kurzzugbinden, wie z.B. der Pütterbinde zum Einsatz gelangen, weil damit besser auf die Umfangschwankungen des Beines reagiert werden kann. Nach Abschwellung des Ödems eignet sich dann das zweiteilige Kompressionsstrumpfsystem Saphenamed ucv zur Weiterbehandlung.

Die konsequente Kompressionstherapie mit dem Pütter-Verband in gegenläufiger Verbandtechnik, bildet die Basis der Behandlung venöser Beinleiden. Die Wirkung des Kompressionsverbandes ist multifaktoriell:

  • Ausschwemmung von Ödemen
  • Einengung erweiterter Venen, um Venenklappenverschluss zu erhalten, weniger Rückstau und damit Verhinderung eines weiteren Fortschreitens der chronischen venösen Insuffizienz, Erhöhung der venösen Stauungsgeschwindigkeit und damit Entstauung im betroffenen Gebiet
  • Schaffung eines Widerlagers für die Muskulatur und damit Funktionsverbesserung für die Muskelwadenpumpe
  • Verbesserte Mikrozirkulation in der Haut